Visualisierung als kraftvolle Methode.

August 28, 2022
ajohn

Visualisierung bedeutet, Inhalte mit Schaubildern, Diagrammen, Kreativzeichnungen oder Gegenüberstellungen zu veranschaulichen.Viele erfolgreiche Leute nutzen Visualisierungen, um ihre Situation greifbar und somit änderbar zu machen. Wenn du mehr über Visualisierung im Generellen erfahren willst, schaue hier vorbei. Dieser Blogartikel fokussiert sich auf Visualisierungsmöglichkeiten bei Ängsten, Sorgen und Lebenskrisen.

Inbesondere wenn du aktuell unzufrieden bist und immer wieder mit mentalen Krisen zu kämpfen hast, lohnt es sich, ein wenig Zeitaufwand in simple Coachingmethoden zu investieren, die du auch selber bei dir anwenden kannst.

#1 Visualisierung für verschiedene Lebensbereiche

Analysiere, wie ausgeglichen dein Leben aktuell ist und welche Lebensbereiche dich besonders (un)glücklich machen. Dies kannst du gut mit der Methode des Lebensrades machen:

Lebensrad Beispiel

Um dein eigenes Lebensrad zu erstellen, zeichne einen Kreis und beschrifte die Außenwand mit den verschiedenen Bereichen, s. Abb. Desto zufriedener du mit einem Bereich bist, desto mehr füllst du ihn von innen nach außen auf.
Wenn du fertig mit dem Ausfüllen bist, sieh nach welche zwei Lebensbereiche am schlechtesten bei dir abschneiden: Wo bist du aktuell am unglücklichsten? Setze dir in diesen Bereichen konkrete, schaffbare Ziele, um deine Zufriedenheit zu erhöhen.

#2 Schreibe deine Ziele auf!

Achte bei der Formulierung deiner Ziele darauf, dass diese realistisch sind. 10Kg in 1 Woche abnehmen zu wollen ist völlig unrealistisch. Zudem sollte dein Ziel messbar und terminiert sein.
Beispiel für ein gut formuliertes Ziel: Ich werde morgen um 06:00 Uhr aufstehen und 4km Joggen gehen. Der Zeitpunkt ist festgelegt: „Morgen um 06:00 Uhr“. Das Ziel ist messbar: „4km Joggen“
Wenn du dein Ziel zu wenig konkret formulierst (z.B. Ich werde joggen gehen) wirst du dich dabei ertappen, das Ziel ständig neu und zu deinen Gunsten auszulegen frei nach dem Motto „Gehe ich heute nicht joggen, gehe ich halt morgen – und wenn es keine 4km sind, dann halt 2km.“ Das ist wenig zielführend.
Schreibe dir deine Ziele auf ein Blatt Papier und unterschreibe dir deine eigenen Ziele. Hefte die Ziele dann in eine Mappe oder hänge dir diese auf. Es ist ein großer Unterschied, ob du dir deine Ziele aufschreibst und dir sowohl die Zielsetzung als auch Zielerreichung unterschreiben lässt, als diese nur im Kopf zu haben.

#3 Visualisierung deines Energielevels

Viele meinen zu wissen, was ihnen Energie gibt und was sie gestresst und energielos macht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Tatsachen nach ausgiebiger Dokumentation der Tagesstrukturen oft ganz anders aussehen. Wenn du dich deinen Stimmungen oft hilflos ausgeliefert fühlst, fange an ein Stimmungsdiagramm zu führen:

stimmungsdiagramm

Wichtig ist, das Diagramm nicht abends im Nachhineinfür den Tag auszufüllen sondern während des Tages. Stelle dir Erinnerungs-Wecker auf deinem Handy, wenn du die fortlaufende Dokumentation sonst vergisst.
Das Diagramm lässt sich prima mit einem Tagebuch ergänzen, welches weitere wichtige Informationen beinhalten kann, z.B.: Was habe ich gegessen (Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Stimmung!)? Wie ist das Wetter? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf? Wieviel Zeit habe ich womit verbracht?
Generell gilt: Desto ausführlicher und strukturierter dein Diagramm und die dazugehörigen Notizen sind, desto aussagekräfter ist deine Dokumentation. Infolgedessen ist es viel einfacher herauszufinden, wie du deine Zufriedenheit erhöhen kannst. Deine Aufzeichnungen sind nur wertvoll, wenn du konsequent für mehrere Tage dokumentierst – nur an einzelnen Tagen zu dokumentieren ist wenig aussagekräftig.

#4 Dein Stimmungsbarometer

Vielleicht kennst du noch das PC Spiel „Sims“ und kannst dich daran erinnern, dass die Sims ständig mit einem Barometer über ihrem Kopf umhergerannt sind – als Spieler war man dafür verantwortlich, dafür zu sorgen, dass es seinen Sims gut ging und das Barometer in verschiedenen Kategorien nicht in den roten Bereich kommt. Clevere Visualisierung, oder? Wie gut passt du auf dein eigenes Barometer auf? Wie so ein Barometer aussehen kann, siehst du hier:

Nachdem du die letzten Tage und Wochen deine Aktivitäten im Stimmungsdiagramm erfasst hast, ordne diesen in Anlehnung an das Stimmungsbarometer nun einen persönlichen Wert zu. Wie das aussehen kann, siehst du hier:


Stelle dir nun täglich die Frage: Kann ich mir diese Aktivität erlauben? Tut sie mir gut? Oder raubt sie mir Energie? Wie ist meine Stimmung aktuell? Wenn dir die Vorstellung schwer fällt, fülle das Stimmungsbarometer mehrmals täglich aus.

Hier einige Beispiele:

Dies sind nur einige Beispiele für Visualierungen – was bei dem einen hilft, hilft nicht automatisch bei wem anders. Das tolle ist jedoch, dass es unenendlich viele Möglichkeiten gibt und diese individuell anpassbar sind.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, kommentiere gerne! Bei offenen Fragen, kannst du jederzeit auf uns zukommen. In unserer psychologischen Beratung nutzen wir ebenfalls visuelle Inhalte.

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